Sichtbarkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Anerkennung, Teilhabe und Perspektiven im Sport. Als Sportorganisation erlebt Special Olympics Switzerland immer wieder, wie wichtig mediale Präsenz für Sportler:innen, Vereine und ganze Bewegungen ist – insbesondere für jene, die nicht im Fokus des kommerziellen Marktes stehen.
Die SRG leistet hier einen entscheidenden Beitrag. Mit ihrer Berichterstattung aus allen Sprachregionen und über eine grosse Vielfalt an Sportarten – von etablierten Disziplinen über Nachwuchs- und Randsport bis hin zum Sport von Menschen mit Beeinträchtigungen – stärkt sie nicht nur den Sport, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz. Jährlich überträgt die SRG rund 9’000 Stunden Live-Sport aus über 100 Sportarten und erfüllt damit einen klaren öffentlichen Auftrag, den private Anbieter in dieser Breite nicht leisten können.
Gerade Sportler:innen mit kognitiven Beeinträchtigungen stehen selten im medialen Mittelpunkt. Emotionale und vertiefte Berichte, wie etwa diese Reportage über den Skifahrer Joel Fehlmann, schaffen Sichtbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung – und machen Inklusion im Sport für die breite Öffentlichkeit erlebbar.
Eine Halbierung der SRG-Mittel hätte direkte und spürbare Folgen: weniger Live-Sport, geringere Reichweite und deutlich weniger Sichtbarkeit. Besonders betroffen wären kleinere Sportarten, der Parasport, der Nachwuchs- sowie der Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen. Viele ihrer Geschichten würden kaum mehr erzählt.
Für Special Olympics Schweiz ist deshalb klar: Der Schweizer Sport braucht eine starke SRG. Der mediale Raum für Vielfalt, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt darf nicht kleiner werden. Aus diesem Grund lehnt Special Olympics Schweiz die SRG-Halbierungsinitiative vom 8. März entschieden ab.




